RHEUMA und das WASSERBETT

Rheuma bzw. Arthritis gehört zu den ältesten Krankheiten der Menschheit. Sie kann in jedem Lebensabschnitt auftreten, von der Kindheit bis in das hohe Alter. Medizinische Untersuchungen haben ergeben, dass mehr als 90 % aller Menschen über 50 Jahren an irgendeiner Form von Arthritis leiden. Dies konnte durch Röntgenaufnahmen festgestellt werden. Von vielen Ärzten wird Arthritis als die Nr. 1 der lähmenden Krankheiten bezeichnet.

WAS IST ARTHRITIS?

Arthritis ist eine Entzündung des Gelenkes, die sich in Schmerzen und Un-beweglichkeit ausdrückt. Natürlich gibt es verschiedene Arten und Stadien von Arthritis. Die wichtigsten Erscheinungsformen sind:

Rheumatische Arthritis:

Dies ist die am weitesten verbreitete Form und zugleich die Gefährlichste. Es handelt sich hier um die chronische Ent-zündung eines Körpergelenkes; sie kommt und geht ohne Vorwarnung.

Osteoarthritis:

Dies ist eine Gelenkkrankheit durch Abnutzung. Sie tritt meist im Alter an den Knorpelmassen und Knochen der Gelenke auf. Diese Erkrankung ist meist leichterer Natur, sie führt selten zu Entzündungen. Es gibt jedoch auch Patienten, die an schmerzhafter Osteoarthritis leiden. Sie müssen ärztlich behandelt werden.

Spondylarthritis ankylopoetica:

Dies ist eine chronische, sich verschlimmernde, entzündende Arthritis des Rückgrates. Sie beginnt ge-wöhnlich bei jungen Menschen im Alter von ca. 20 Jahren.

Gicht (GICHTARTHRITIS)

Diese Krankheit befällt meist ein bestimmtes Gelenk. Sie kann jedes Gelenk entzünden, häufig den großen Zeh. Dieses Leiden tritt oft bei Männern auf und kann sehr schmerzhaft sein. Eine besondere Diät und Medikamentenverordnung für ein ganzes Leben sind meist die einzigen Mittel, um die Schmerzen bekämpfen.

Ischias:

Nervenschmerzen im Gesäßbereich, die durch die gleichmäßige Druckentlastung und Wärme im Wasserbett erhebliche Linderung erfahren.

BEHANDUINGSWEISEN:

Eine vollständige Heilung gibt es nicht und es bedarf den Einsatz aller the-rapeutischen Mittel, um Deformierungen und Lähmungserscheinungen zu verhindern. Ein volles Behandlungsprogramm kann beinhalten:
- entzündungshemmende Mittel, Ruheprogramme, leichte körperliche Übungen, Wärmebehandlung, Ultraschalltherapie, Körperhaltungsübungen, Arbeits- und Laufhilfen, Diäten, operative Eingriffe.
Die meisten Behandlungsmethoden können zuhause durchgeführt werden. In schweren Fällen bedarf es jedoch einer stationären Behandlung im Krankenhaus.

Ruhe und Übungen:
Der Arzt und der Patient versuchen ein ausgewogenes Maß zwischen Ruhe und Übungen in der akuten Phase auszuarbeiten. In der abschwächenden Phase ist mehr Ruhe zu empfehlen. In der chronischen Phase sind mehr körperliche Übungen ratsam, um die Gelenke beweglich zu halten und die Muskulatur zu stärken.
Das richtige Bett ist hierbei eine wichtige Voraussetzung, um Entzündungen abzuschwächen. Eine schlechte Lage beim Schlaf hat zusätzlich Belastungen der Gelenke zur Folge. Sie kann zu unangenehmen Versteifungen der erkrankten Körperteile führen.

ARTHRITIS UND DAS WASSERBETT

Medizinische Untersuchungen haben ergeben, dass sich das Prinzip des Wasserbettes - gleichmäßige Verteilung des Körpergewichtes auf ein bestimmtes Volumen Wasser - bei den meisten Arthritiskranken positiv auswirkt. Die gleichmäßige Verteilung des Körpergewichtes reduziert den Druck auf die empfindlichen Körperteile, die von Arthritis befallen sind. Die Wärme des Wasserbettes stimuliert den Blutkreislauf, aktiviert

somit den Heilungsprozess und lindert den Schmerz. Eine normale Matratze dagegen reduziert die Körpertemperatur. Soll eine kühlende Wirkung erreicht werden, so legt man ein Wasserkissen mit kaltem Wasser unter die gewünschte Körperpartie.
Die meisten Arthritis-Erkrankten leiden in den frühen Morgenstunden am intensivsten. Dies hat folgende Gründe: unzureichende Schlafbedingungen, Inaktivität der entzündungshemmenden Hormone.

WARUM WASSERBETTEN?

Erkrankte Gelenke sind geschwollen und schmerzen. Sie sollen vor un-nötigen Druck- und Zugbelastungen geschützt werden. Eine falsche Hal-tung beim Sitzen oder Liegen kann zusätzliche Belastung der erkrankten Stellen bedeuten. Es ist wichtig, die betroffenen Gelenke vor abnormalen Muskelverspannungen und Verkrampfungen zu schützen, da es sonst zu Deformationen kommen kann.
Durch die gleichmäßige Druckverteilung im Wasserbett kann das Blut ungehindert zu allen Körperteilen strömen. Die Verbesserung der Blutzirkulation wird durch die Wärme des Wasserbettes noch unterstützt.



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